A bouquet of tiny animals

Ein Strauß aus winzigen Tierchen

I have always been fascinated by marine biology. For a very short time I even considered reading it at university. Well, I didn´t, other subjects beckoned more strongly. The love for fish, squid, anemone and company remained. Among other things this is due to my mother, who spent endless hours with a sickly 5-year old me drawing fish and other aquatic creatures. Thanks mum, I appreciate that you have sparked and supported my interest in nature!

Shortly after I started work on the second pop-up for „The Reef“ it became clear that eventually the individual pieces would have to be bound. Therefore particular care had to be taken in the construction of the mechanisms to accomodate the needle going through several stitchholes along the spine. A challenge with this one, due to the orange ball made of tissue paper.

The second pop-up for the planned book "The Reef". | Das zweite Pop-up des geplanten Buches "The Reef".
The second pop-up for the planned book "The Reef". | Das zweite Pop-up des geplanten Buches "The Reef".
The second pop-up for the planned book "The Reef". | Das zweite Pop-up des geplanten Buches "The Reef".
The second pop-up for the planned book "The Reef". | Das zweite Pop-up des geplanten Buches "The Reef".
The second pop-up for the planned book "The Reef". | Das zweite Pop-up des geplanten Buches "The Reef".

Ein Strauß aus winzigen Tierchen

Meeresbiologie hat mich schon immer fasziniert. Für einen Moment war ich sogar versucht das Fach zu studieren. Habe ich aber dann doch nicht getan, andere Studienrichtungen erwiesen sich als verlockender. Die Liebe zu Fischen, Kalmaren, Anemonen und anderem Seegetier ist geblieben. Unter anderem habe ich das meiner Mutter zu verdanken, die stundenlang mit mir Fische und andere Tiere des Wassers zeichnete, als ich eine kränkliche Fünfjährige war. Danke Mama, ich weiß es zu schätzen, dass du mein Interesse für die Natur geweckt und gefördert hast!

Kurz nachdem ich mit der Arbeit am zweiten Pop-up für „The Reef“ begonnen hatte wurde mir klar, dass die Einzelteile zu guter letzt gebunden werden sollten. Bei der Entwicklung der Mechanismen musste also von vornherein bedacht werden, dass später eine Nadel ungehindert durch die Löcher am Falz geführt werden kann. Bei diesem Pop-up war das eine Herausforderung, denn das orangefarbene Seidenpapier-Bällchen verdeckt gut die Hälfte des Mittelfalzes.

Read more about the making of the pop-up book „The Reef“:
Reef under construction

Missing in Amazonia

Vermisst im Amazonas

Oh, for the joy of flea markets! More by accident than by design my best friend Sigrid and I began to collect portrait photographs of women, mostly dating from the 1860s to the 1930s. Currently our joint collection comprises about 3800 photos providing us with an excellent database not only for the study of fashion, jewellery and accessories but also of poses and changing studio furniture.

Sometimes a name or a date is given on the back of a picture, much to our delight. A simple „grandma“ or „aunt“ on the other hand may have been of significance to the sitter´s family and friends, but leaves us rather clueless.
The overwhelming majority of these forgotten women, their portraits no longer cherished by their descendents, remains anonymous. Who where they? How did they live? What were their interests and did they have a chance to pursue them? Were they given an opportunity to train in a profession or to pursue at least informal studies? (Not likely). Were they content with their fate?

We will never know. So let me tell stories instead.

A telegram! Anna heaved a sigh of relief. Ever since her beloved aunt Käthe, the best milliner in town, had started to develop a conscience the family worried. Last spring all of a sudden auntie refused to use feathers and body parts of exotic birds for her extravagant creations. She had had an epiphany, was the only explanation given to shocked customers, employees and family members. A few weeks later aunt Käthe had packed her bags and booked passage to Amazonia in order to found a society for the protection of birds, rally supporters and attempt to put an end to the needless slaughter of winged wildlife.
Anna opened the telegram with a sense of foreboding. Reading the few words she realized her worst fear had come true: Her aunt was missing.

Vermisst im Amazonas

Oh, was sind Flohmärkte doch für eine Freude! Vor einigen Jahren begannen meine beste Freundin Sigrid und ich, mehr aus Zufall denn Entschlossenheit, historische Porträtfotografien von Frauen zu sammeln. Die Bilder datieren großteils in die Zeit zwischen 1860 und 1940. Mittlerweile ist unsere Sammlung auf rund 3800 Fotos angewachsen und bietet eine ausgezeichnete Datenbasis, um Mode, Schmuck, Accessoires, unterschiedliche Posen und Veränderungen in der Ausstattung der Studios zu erforschen.

Manchmal findet sich auf der Rückseite des Bildes ein Name oder ein Datum, sehr zu unserer Freude. Die Beschriftung „Großmutter“ oder „Tante“ konnte (hoffentlich!) von Familienmitgliedern und Freunden der Porträtierten entschlüsselt werden, uns lässt sie hingegen ahnungs- und ratlos zurück.
Die überwiegende Mehrheit dieser vergessenen Frauen bleibt anonym, selbst für ihre Nachfahren waren ihre Porträts nicht mehr von Interesse. Wer waren diese Frauen? Wie haben sie gelebt? Welche Interessen hatten sie und konnten sie ihnen nachgehen? Erhielten sie eine Berufsausbildung oder konnten sie wenigstens durch informelles Lernen Wissen erwerben? (Unwahrscheinlich). Waren sie mit ihrem Schicksal zufrieden?

Wir werden es niemals wissen. Also lassen Sie mich stattdessen Geschichten erfinden.

Ein Telegramm! Anna seufzte erleichtert. Seitdem ihre geliebte Tante Käthe, die beste Hutmacherin der Stadt, begonnen hatte, ein Gewissen zu entwickeln, sorgte sich die ganze Familie. Von einem Tag auf den anderen weigerte sich Tantchen vergangenen Frühling völlig überraschend, Federn und Körperteile exotischer Vögel für ihre extravaganten Kreationen zu verwenden. Sie hatte eine Offenbarung gehabt, erhielten geschockte Kunden, Angestellte und Familienmitglieder als einzige Erklärung. Wenige Wochen später hatte Tante Käthe ihre Koffer gepackt und eine Reise ins Amazonasgebiet gebucht, um dort eine Gesellschaft für den Schutz von Vögeln zu gründen, Unterstützer um sich zu versammeln und dem sinnlosen Abschlachten geflügelter Wildtiere ein Ende zu bereiten.
Anna beschlich ein ungutes Gefühl als sie das Telegramm öffnete. Beim Lesen der wenigen Worte wurde ihr klar, dass ihr schlimmste Befürchtung eingetreten war: Ihre Tante wurde vermisst.

Reef under construction

Riff im Bau

Last year a considerable amount of my blogposts delt with flowers. 2020 is going to be the year of marine animals big and small.
I will, of course, continue to play with wool. Another technique to let off steam is doodling and making mess on paper. Believe me, it can be relaxing to fling paint about. After one particularly productive session I was left with a small pile of sombre black/blue/green/pink speckled paper and the fundamental question of what to use it for. Make a collage? Draw or paint on it? After some test scribblings I admitted defeat and decided to create my own private coral reef.
Here ist the first popup, still unbound.

The first popup for the planned book "The Reef". | Das erste Popup des geplanten Buches "The Reef".
The first popup for the planned book "The Reef". | Das erste Popup des geplanten Buches "The Reef".
The first popup for the planned book "The Reef". | Das erste Popup des geplanten Buches "The Reef".
The first popup for the planned book "The Reef". | Das erste Popup des geplanten Buches "The Reef".

Riff im Bau

In einer beträchtlichen Anzahl meiner Blogbeiträge des vergangenen Jahres standen Blumen im Mittelpunkt. 2020 werden es große und kleine Meerestiere sein.
Natürlich werde ich weiterhin mit Wolle spielen. Eine andere gute Technik Dampf abzulassen, ist kritzeln und mit Malfarben auf Papier so richtig die Sau rauszulassen. Es kann ausgesprochen entspannend sein mit voll beladenem Pinsel, Zahnbürste und Roller herumzuklecksen, glauben Sie mir. Nach einem außerordentlich produktiven Stündchen hatte ich einen Stapel schwarz/blau/grün/pink gesprenkeltes Papier und mich beschlich die grundlegende Frage: Was tun damit? Eine Collage kleben? Darauf zeichnen oder malen? Nach einigen Versuchen und unbefriedigenden Experimenten gab ich mich geschlagen und beschloss mein eigenes Korallenriff zu bauen.
Hier ist das erste Popup, noch ungebunden.

In the mood for yellow

In gelber Stimmung

Happy New Year!

Looking back, have you ever inadvertently developed a penchant for a specific colour? I seem to have done so. Archiving photos I have taken in 2019 I happend to notice that the colour yellow cropped up more often than usual. Was it pure coincidence, an unconcious decision or due to subject matter? Who knows? Here are a few examples:

In gelber Stimmung

Alles Gute im neuen Jahr!
Ist es Ihnen auch schon passiert, dass Sie zurückblicken und feststellen, unbemerkt eine Vorliebe für eine bestimmte Farbe entwickelt zu haben? Mir scheint das passiert zu sein. Als ich die im Jahr 2019 aufgenommenen Fotos archivierte, fiel mir auf, dass die Farbe Gelb erstaunlich oft auf den Bildern auftaucht. Reiner Zufall, eine unbewusste Entscheidung oder doch nur auf die Bildthematik zurückzuführen? Wer weiß? Hier einige Beispiele:

Still life with decanter and sweets. | Stillleben mit Flasche und Süssigkeiten.
An amber liquid, I don´t remember whether it was juice or herbal tea, went well with delicious sweets. | Eine bernsteinfarbene Flüssigkeit – entweder Saft oder Kräutertee, ich kann mich nicht mehr erinnern –­ macht sich gut mit leckeren Süßigkeiten.
Still life with book and yellow flowers. | Stillleben mit Buch und gelben Blumen.
Dried miniature daffodils and yellow roses accompany a beautiful book of Alfred, Lord Tennison´s poems. | Ein Buch mit Gedichten von Alfred, Lord Tennyson umringt von getrockneten Miniaturmärzenbechern und gelben Rosen.
Two pictures of a plant from the Proteacea family. | Zwei Fotos einer Pflanze aud der Familie der Proteaceen.
When I bought this cut flower, a member of the family Proteaceae, I was more interested in form and structure than in colour. | Zum Kauf dieser Schnittblume aus der Familie der Proteaceen verführten mich Wuchs und Struktur, nicht die Farbe.
White/yellow speckled knitted scarf with yellow and grey stripes. | Weiß-Gelb gesprenkeltes gestricktes Tuch mit gelben und grauen Streifen.
Twice I chose yellow deliberately: I bought cloth with a pattern in yellow and grey on off-white to make a bag. Later in the year I designed and knitted this scarf to match, because I like colour coordinated accessories. | Zweimal wählte ich Gelb ganz bewusst: Um mir eine Tasche zu nähen, habe ich einen Stoff mit einem Muster in Gelb und Grau auf naturweißem Untergrund gekauft. Später im Jahr entwarf und strickte ich dazu ein Tuch, weil ich gerne farbkoordinierte Accesoires trage.