Tiny Bouquet No. 68

Sträußchen Nr. 68

An icy wind howled around the house and rattled the windowpanes. Winter, long overdue, had silently arrived in the night, hurled a shower of snowflakes for the sheer fun of it and left the lawn dusted with snow.
In the pale morning light a woman stands gazing at bright red rosehips in a tiny vase, the mug of steaming tea in her hand momentarily forgotten.

A Bouquet in a spherical vase glazed in grey and orange stands on a patterned wooden box. | Ein in Rot- und Grüntönen gehaltenes Bouquet in einer grau und orange glasierten, kugeligen Vase steht auf einem gemusterten Holzkistchen vor grünem Hintergrund.
Tiny Bouquet No. 68: Reds and greens to brighten a grey and dreary day. | Ein Abschiedsgruß vom Herbst: Hagebutten, Hopfen, Efeu und ein Fruchtstand der Gemeinen Waldrebe.

Tiny Bouquet No. 67

Sträußchen Nr. 67

Einträchtig streben Jung und Alt auf dünnen Stängeln dem Licht entgegen. Die prächtigen weißen Blüten und detailreichen Fruchtstände stehen in Gläsern, die an Tinkturen und kosmetische Wässerchen erinnern. Ist das Wörtchen Waage auf dem Etikett der alten Verpackung aus Holz gar ein Fingerzeig, sich doch an eine Diät zu halten? „Oh, wir haben es nicht nötig zu hungern, um geliebt zu werden“, flüstern die eleganten Blümchen und rascheln indigniert mit ihren zarten Blütenblättern und Fruchtkelchen. „Wir sind von Natur aus schön, egal wie dünn und alt wir sind!“

Zartgelbe Wiesenblumen und ihre kugeligen Fruchtstände in Laborgefäßen, daneben eine Holzdose. das Arrangement steht auf einer Holzschachtel vor einem  schwarzem Hintergrund.
Tiny Bouquet No. 67: Schönheit und Eleganz sind keine Frage des Alters. Gelbe Scabiose (Scabiosa-ochroleuca) von frisch erblüht über leicht verwelkt bis reif und fluglustig.

Tiny Bouquet No. 66

Sträußchen Nr. 66

Two witches, keen on brewing potions, have met to enjoy a relaxing afternoon.
Yowl!!!
„Herta! I told you to leave the cat alone!“
„But we have run out of black hair of a naughty cat. The recipe does not say it has to be centuries old.“
„Have it your way. Pass me the jar with gnats eyeballs, please. Oh, and don´t forget to add footslime of snails to potion number 8.“
„We only have one snail. How am I supposed to make it excrete slime?“
„I don´t know. Tickle it.“

A dimly lit scene with two brown medicine bottles, a scruffy looking plant and an empty snailshell. | Zwei braune Apothekengläser, eine räudig aussehende Pflanze und ein leeres Schneckenhaus, in mystisches Dunkel gehüllt.
Tiny Bouquet No. 66A: the dark menace.| Sträußchen Nr. 66A: Solo für Weidenlattich (Lactuca virosa).

Sträußchen Nr. 66

Was darf es sein? Dunkel und mysteriös mit einem Hauch Hexenküche? Oder doch hell und makaber mit Bücherstapel zum Nachschlagen von Rezepten?

Two brown bottles, one filled with a plant that has tentatively opened a few yellow flowers, stand next to a fox skull on a slab of white marble. In the background a pile of books awaits readers. | Zwei braune Gläser, eines davon gefüllt mit Weidenlattich, ein Fuchsschädel und ein Bücherstapel sind auf einer weißen Marmorplatte vor einem weiß-grau gemustertem Hintergrund zu einem Stillleben arrangiert.
Tiny Bouquet No. 66B: studious and light. What strange recipes might be found in those innocent looking books? | Sträußchen Nr. 66B: Schlag´ nach bei Tante Mixamine.

Tiny Bouquet No. 65

Sträußchen Nr. 65

Gedrängel in ländlich-rustikalen Töpfchen.
Safety in numbers? Hardly.

Vier Tontöpfchen mit gelben und weißen Blumen. | For tiny pots made of clay filled with white ans yellow flowers.
Tiny Bouquet No. 65: In meiner Begeisterung habe ich die Blümlein ein wenig zu kurz geschnippelt, aber für Tontöpfchen unter 2 cm reichte es noch allemal: Raps (Brassica napus), Ackergänsedistel (Sonchus arvensis), Graukresse (Berteroa incana) und ein Doldenblütler. | Size isn´t everything. Tiny flowers in equaly tiny (under 1 inch) pots.

Tiny Bouquet No. 64

Sträußchen Nr. 64

Neulich spazierte ich an einer gewaltigen Brombeerhecke vorbei, die ungezähmt über einen Zaun wucherte. Die Schere war schnell gezückt, einige Zweiglein wanderten in den Botanisierbeutel und ich ließ im Gegenzug einen Tropfen Blut zurück.

Recently I passed a huge thicket of brambles spilling untamed over a fence. To my disappointment no knight in need of rescue was tangled in the branches.

Ein silbernes Milchkännchen gefüllt mit Brombeerzweigen, die grüne, rote und reife schwarze Beeren tragen. | A silver milk jug filled with blackberry branches ladden with green, red and ripe black fruit.
Tiny Bouquet No. 64: Für Marmelade oder Kuchen reichten die Brombeeren nicht, aber als kulinarisches Sträußchen machten sie sich in einem alten Milchkännchen recht gut. | An edible bouquet for a change.

Tiny Bouquet No. 63

Sträußchen Nr. 63

Expresszustellung mit Musik.

The impatient horse, resolved to deliver the flowers in time, galloped off without a rider.

Spielzeugpferd mit Herbstblumenstrauß in der Satteltasche vor alten Notenblättern. | Toy horse, saddle bags stuffed with autumnal  flowers, hurries along in front of old sheet music.
Tiny Bouquet No. 63, herbstlich angehaucht mit Astern und Beeren des Wilden Weins. Das eilige Pferd trägt an seiner Unterseite den Schriftzug „Tipple-Topple Austria“. Damit gibt es sich als Produkt der 1873 von Emil Pfeiffer in Wien gegründeten Spielzeugfabrik zu erkennen. Die fröhlich klingende Bezeichnung für deren hauseigene Kompositionsmasse wurde allerdings erst 1922 eingetragen. | Asters are always a winner. The vintage toy horse has been made in Vienna.

Tiny Bouquet No. 62

Sträußchen Nr. 62

Bekam Goethe beim Anblick des tiefen Blaus von Wiesensalbei weiche Knie? Befiel ihn Unbehagen? Immerhin attestierte er in seiner 1810 erschienenen Publikation „Zur Farbenlehre“ der Farbe Blau „… etwas Widersprechendes von Reiz und Ruhe im Anblick.“

Blauer Wiesensalbei in einer türkisen Vase. Hinter dem Blumenstrauß stehen grün gebundene Bücher.
Tiny Bouquet No. 62: Einige Bände der Gesamtausgabe von Johann Wolfgang von Goethes Werk stehen schon etwas windschief angesichts der strahlenden Schönheit des Wiesensalbeis (Salvia pratensis).

Auf die Schwerkraft ist Verlass!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, das Licht wird langsam golden. Keck blitzen pralle Früchte zwischen den Blättern der schwer an ihrer köstlichen Last tragenden Apfel- und Birnbäume hervor. Wenn Herbststürme über das Land fegen und die Äste beuteln, stehen die Chancen gut, Fallobst zu finden.

Vier grüne Birnen liegen auf einen alten Zinnteller, der auf einer schwarzen Marmorplatte steht.
Birnen, frisch aufgelesen. Zu früh vom Baum getrennt, waren sie noch ein wenig unreif.

Makellos sind die vom Boden aufgelesenen Früchte meist nicht. Hat man jedoch das Glück eine alte Obstsorte kennenzulernen, kann dafür das Geschmackserlebnis umso überwältigender sein!
Zugegeben, Fallobst zu schälen, auszuschneiden und so manchen armen Wurm obdachlos zu machen, ist viel Arbeit. Aber als Belohnung winken leckeres Kompott, Mus und Kuchen. Kleine Erfolgserlebnisse für eine so unbegabte Köchin, wie ich es bin!

Und zu zwei Stillleben im Stil von Adriaen Corte (aktiv ca. 1683-1707) hat mich das Obst auch inspiriert.

Zwei Äpfel liegen auf einer schwarzen Marmorplatte vor schwarzem Hintergrund. Eine Feuerwanze krabbelt auf einem Apfel.
Zwei Birnen liegen auf einer schwarzen Marmorplatte vor schwarzem Hintergrund. Ein Distelfalter sitzt auf dem Stiel einer Birne.