Colour bliss #1

Farbenfreude #1

Breathe in! Breathe out! Breathe in! Breathe out!

Sorry, just kidding!

Whenever I am truly upset I reorganise my stash of yarn (chopping wood or rearranging the furniture is out of the question) – mostly by colour. Somehow the activity is soothing. As I prefer to knit with pure wool I am spoilt for choice. The possible colour combinations are almost endless. Sometines I create shade cards, most of the time I am too lazy to bother. This is going to change with the blog. (Who says January 1st is the day for good intentions?)

Playing with shades of blue, orange and a few neutrals I was reminded of happy days spent at the seaside – a rare treat for someone living in Vienna. It is not just the sea I find fascinating. Although the illusion of freedom the huge expanse of water conveys feels strangely liberating and the monotonous murmering of the surf is calming, I love beaches even more. They provide so many visual stimuli – from interesting pebbles and shells to seagulls, boats and fishing paraphernalia.

Here is the palette I liked best (I came up with quite a few colour combinations, but kept only this one):

Detail of a fishing net and shade card. | Detail eines Netzes für den Fischfang und Farbkarte.
Detail of a bundled fishing net and the palette I finalized by winding thread in tidy stripes around a piece of cardboard. | Detail eines zusammengerollten Fischernetzes und die Farbkarte, die ich schuf, indem ich Fäden in Streifen um einen Karton wickelte.

By the way, I selected the matching picture after I created the shade card, but you can also do it the other way around.

P. S. for interested knitters: I used Karen Noe Shetland 100% uld in shades 4159, 0732, 4153, 0802 and Jamieson´s Shetland Spindrift in shade 462.

Farbenfreude #1

Einatmen! Ausatmen! Einatmen! Ausatmen!
Keine Angst, ich scherze nur!

Wenn mich etwas wirklich aufregt, dann ordne ich meinen Vorrat an Garnen neu (Holzhacken oder Möbelrücken kommt leider nicht in Frage) – zumeist nach Farben. Irgendwie beruhigt mich das. Da ich gerne mit reiner Wolle stricke, habe ich eine große Auswahl an Farben zur Verfügung und kann nach Herzenslust kombinieren. Die Möglichkeiten für Farbzusammenstellungen sind fast grenzenlos. Manchmal halte ich die Ergebnisse in Farbkarten fest, meist bin ich dafür aber zu faul. Das wird sich mit dem Blog ändern! (Wer sagt, dass man gute Vorsätze nur am ersten Jänner fassen kann?)

Als ich unlängst mit Knäuel in blauen, orangen und neutralen Farbtönen spielte, erinnerte ich mich an glückliche Tage, die ich am Meer verbracht hatte – ein seltenes Vergnügen für jemanden, der in Wien wohnt. Ich bin ja nicht nur vom Meer fasziniert. Obwohl mir die unendliche Weite des Wassers ein Gefühl der Freiheit vermittelt und das monotone Gemurmel der Brandung entspannend ist, mag ich Strände noch viel lieber. Sie bieten wunderbare optische Stimuli – von interessanten Steinen und Muscheln bis zu Möwen, Booten und was man sonst noch für den Fischfang braucht.

Hier ist die Farbkombination, die mir am besten gefiel (Ich habe einige Zusammenstellungen ausprobiert, aber nur diese eine behalten).
Das Bild habe ich übrigends erst später dazugesucht, Sie können aber auch umgekehrt vorgehen.

P. S. für alle, die gerne stricken: Ich habe Karen Noe Shetland 100% uld in den Farben 4159, 0732, 4153, 0802 und Jamieson´s Shetland Spindrift in der Farbe 462 verwendet.

Magnificent magnolia

Herrliche Magnolien

Magnolia tree in full bloom. | Magnolia in voller Blüte.
A sea of flowers. | Ein Blütenmeer.

Vienna´s public parks haven´t much to offer, but the magnolias are particularly beautiful this year. Their elegant flowers are a joy to behold and the sweet smell is irresistable. By the way, have you ever looked closely at the bizarrely twisted knobbly branches/twigs of some magnolia species? They can be utterly fascinating, believe me. I did not know cut branches have the strength left to open their buds. I found out by chance, when a branch I had bought for one of my still lives gradually burst into flower. Imagine my surprise and delight!

Magnolia branch, bottles, a book, a butterfly and the skull of a rodent. | Magnolienzweig, Flaschen, Buch, Schmetterling und der Schädel eines Nagers.
Still life in the spirit of a cabinet of curiosities. The buds of my magnolia branch are still closed.| Stillleben im Geiste einer Wunderkammer. Die Knospen des Magnolienzweiges sind noch geschlossen.

After a while the branch looked like this:

Flowering branch of a magnolia. | Zwei einer Magnolie mit offenen Blüten.
Gorgeous flowers and more to come! Prächtige Blüten und noch längst nicht alle!

Obviously it was time to arrange another still life.

Still life with magnolia branch in full flower, cake and tea. | Stillleben mit blühendem Magnolienzweig, Kuchen und Tee.)
Let there be cake and magnolia flowers! | Es gibt Kuchen im Schatten der Magnolienblüten!

Herrliche Magnolien

Wiens öffentliche Parks haben nicht übermäßig viel zu bieten, aber die Magnolien blühen heuer besonders üppig. Es ist wirklich eine Freude die eleganten Blüten zu betrachten und ihr süßer Geruch ist unwiderstehlich betörend. Blütenpracht hin oder her, werfen Sie auch einen Blick auf die bizarren Zweige mit ihren vielen Knubbeln. Auch diese können absolut faszinierend sein, glauben Sie mir! Ich wusste übrigens nicht, dass abgeschnittene Zweige sogar noch die Kraft haben, die Blütenknospen zu öffnen. Stellen Sie sich meine Überraschung und mein Entzücken vor, als ein Zweig, den ich für eines meiner Stillleben gekauft hatte, zu blühen begann!

Nach einiger Zeit war er üppig mit offenen Blüten bestückt! Da lag es auf der Hand noch ein Stillleben zu arrangieren, diesmal kulinarischer Natur mit einem Kuchen, den ich gerade gebacken hatte.

The lure of river crayfish

Die Verlockung der Flußkrebse

The idea to try my hand at culinary still life photography was born after a trip to the fleamarket held every saturday at Vienna´s Naschmarkt. I had bought a lovely pewter plate and was on my way home, strolling leisurely down the central aisle of the outdoor food market, when I glimpsed some river crayfish. They were a perfect match for my fleamarket find. I was instantly reminded of dutch still life paintings. Why these weird crustaceans and not the heaps of far more attractive fruits/vergetables awoke the need to get creative with my camera is still a mystery to me. I went home (without river crayfish, I could never bring myself to throw a living creature into boiling water), rummaged in my cupboards to find pretty objects and spent a productive afternoon photographing my first still life. That was in 2006. I learned a lot since then.

Still life with fruit and bird. | Stillleben mit Früchten und Vogel.
Mysterious darkness, just like in a painting by Willem Kalf (1619– 1693). | Geheinmisvolles Dunkel in Anlehnung an die Gemälde von Willem Kalf.

Still life with replicas of historical glass. | Stillleben mit Repliken historischen Glases.
Cheers! | Prost!

Die Verlockung der Flußkrebse

Die Idee kulinarische Stillleben zu fotografieren, kam mir nach einem Besuch des Flohmarktes, der jeden Samstag am Wiener Naschmarkt stattfindet. Ich hatte einen hübschen Teller aus Zinn gekauft und war auf dem Weg nach Hause, als ich – gemütlich den Mittelgang des Lebensmittelmarktes entlang spazierend – einige Flußkrebse erspähte. Sie passten perfekt zu meinem Flohmarktfund. Ich musste sofort an holländische Stillleben denken. Warum die eigenartigen Schalentiere und nicht das aufgetürmte, viel attraktivere Obst- und Gemüse das Bedürfnis in mir weckte, mich mit meinem Fotoapparat kreativ auszuleben, ist mir bis heute ein Rätsel. Ich ging also nach Hause (ohne Flußkrebse, denn ich bringe es nicht über das Herz lebende Tiere in kochendes Wasser zu werfen), kramte in meinen Schränken nach hübschen Dingen und verbrachte einen produktiven Nachmittag damit, mein erstes Stillleben zu fotografieren. Das war 2006. Seitdem habe ich einiges dazugelernt.